Visualisierung verbessert deine Konzentration

Visualisierung verbessert die Konzentration

Visualisierung verbessert die Konzentration

Im heutigen Artikel besprechen wir das spannende Thema der Visualisierung und wie du dadurch schneller deine Konzentration erhöhen kannst.

Was du heute mitnehmen kannst:

  1. Visualisierung: Was ist das?
  2. Die Macht deines Unterbewusstseins
  3. Visualisierung: Wie du es richtig machst.
  4. Eine beeindruckende Studie
  5. Visualisierung: Meine eigene Erfahrung.
  6. Fazit

1. Visualisierung: Was ist das?

Visualisierung hat im Sprachgebrauch mehrere Bedeutungen. Zum einen wird es benutzt, um komplexe Themen oder Sachverhalte mit Hilfe von Schaubildern, Diagrammen oder Flipcharts zu veranschaulichen, aber auch in der Meditation wird dieser Begriff verwendet.

Wir beschäftigen uns heute aber mit dem Begriff der Visualisierung als Technik und Methode, um eigene Ziele im Unterbewusstsein zu verankern. Somit wirst du erfolgreicher und erhältst einen schärferen Fokus auf die Dinge, die dir wichtig sind.

Visualisierung ist, richtig benutzt, ein mächtiges Tool zum Erfolg. Befragst du zum Beispiel Tiger Woods oder Michael Jordan zu diesem Thema, dann antworten sie dir: before I take a shot, I visualize success (bevor ich einen Schlag mache/ Wurf ausführe, visualisiere ich Erfolg).

2. Die Macht deines Unterbewusstseins

Worüber denkst du den lieben langen Tag nach? Es zeigt sich, dass erfolgreiche und zufriedene Personen sich auf das konzentrieren und ihren Fokus legen, was sie erreichen möchten und wie sie es umsetzen können.

Weniger erfolgreiche Menschen und tendenziell eher unzufriedene Charaktere denken darüber nach, was sie alles nicht haben und wem sie die Schuld dafür geben können, z.B. dem Staat, den Eltern, den Lehrern oder ihrem Arbeitgeber.

Einer der Hauptgründe liegt darin, dass dein mächtiges Unterbewusstsein nicht mit Negationen arbeitet und negierte Befehle nicht verfolgt.

Beispiel: Denke bitte jetzt sofort nicht an einen rosa Elefanten mit einem grünen Rüssel, der eine Dusche nimmt. An was denkst du gerade? Was siehst du vor deinem inneren Auge?

Bewusstsein/ Unterbewusstsein

Unser Bewusstsein arbeitet mit Zahlen, Daten und Fakten, also mit dem Verstand. Unser Unterbewusstsein benötigt eine andere Ansprache, weil es auf Bilder und Emotionen reagiert.

Beide arbeiten dann 24 Stunden 7 Tage die Woche um dein Denken, Handeln und deine Bilder zu bestätigen. Setze also deinen Fokus und deine Konzentration immer nur für das ein, was du wirklich willst.

Bevor wir nun im weiteren Verlauf auf das mächtige Tool der Visualisierung eingehen, möchte ich dir eine inspirierende und tolle Geschichte zu diesem Thema erzählen:

Roger Bannister

Er war der erste Mensch der 1 Meile unter 4 Minuten gelaufen ist. Zu damaliger Zeit hielten es alle Sportmediziner, Trainer und selbst die Läufer für unmöglich, das wird niemals ein Mensch schaffen.

Roger B. aber glaubte nicht daran und stelle sein Training um, außerdem visualisierte er täglich. Er sah sich durch das Ziel laufen und die Uhr bleibt bei 3:58… stehen. Bannister fühlte, wie er auf Händen von den Fans getragen und gefeiert wurde. Roger las, wie die Presse und Medien austickten und wie die Mediziner die Welt nicht mehr begreifen konnten.

Er schaffte es dann tatsächlich!

Das wirklich spannende Element kommt aber jetzt: Nachdem er es erreicht hatte, schafften es noch zig weitere Athleten, in dem Jahr, die Meile unter 4 Minuten zu laufen. Sie hatten es vorher für unmöglich gehalten. Nun kam einer und zeigte, dass es geht. Die Blockade war weg.

Sein Fokus auf das, was er erreichen wollte, brach Grenzen!

Du glaubst, was du siehst.

Je mehr klarere und deutliche Bilder du vor deinem inneren Auge von der Person, die du sein willst oder die du gerne wärst und der Resultate, die du gerne erzielen würdest, hast, desto tiefer dringen diese in dein Unterbewusstsein ein. Du programmierst deinen Verbündeten (Unterbewusstsein) darauf, dass du auf die angestrebte Art denkst, handelst und fühlst.

3. Visualisierung: Wie du es richtig machst.

Nach Brian Tracy “Küss den Frosch” gibt es vier Eigenschaften, einer wirklich gut funktionierenden und effektiven Visualisierung.

  • Klarheit:

Es ist fundamental wichtig, dass du klare und mentale Bilder von dem erzeugst, was du dir wünscht. Diese Bilder brennen sich in dein Unterbewusstsein ein,  deshalb ziehst du die Menschen und Ressourcen an, die dir helfen, deine Visualisierung zu verwirklichen. Arnold Schwarzenegger hat zum Beispiel seinen Fokus und seine Konzentration in die bildliche Vorstellung seines Bizeps gelegt. Er visualisierte seinen Bizeps als Berglandschaft, denn durch dieses Vorgehen wuchs sein Muskel schneller, als er es ohne Visualisierung getan hätte.

  • Intensität:

Je mehr du dich auf deine Emotionen während deiner Visualisierung fokussierst, desto mehr werden deine Gedanken und Taten beeinflusst. Konzentriere dich auf das, was du fühlst, wenn du dein Ziel erreicht hast und nimm alle Sinne mit.

Welche Gefühle hast du? Was hörst und siehst du? Nimmst du Gerüche und Geschmack wahr? Du musst ganz bewusst die zu erwartenden Gefühle von Erfolg und Glück spüren, die du tatsächlich hast, wenn die Visualisierung Realität wird.

Oliver Kahn

So hat zum Beispiel Oliver Kahn in seinem Buch geschrieben, dass er versuchte, sich vorzustellen, wie es sein würde, wenn er das nächste Ziel bereits erreicht hätte. Er wollte sich ein realistisches Bild davon malen, mit vielen Einzelheiten, in kräftigen Farben und möglichen Geräuschen und sogar Gerüchen.

So entstand in seinem Kopf ein genaues Abbild der Realität. Er schreibt, dass er diese Vorstellung komplett absorbiert und sich immer erneut hineinversetzt habe, bis er es am Ende verkörperte.

  • Dauer: Je länger und andauernder du deine Konzentration und deinen scharfen Fokus auf das deutliche Bild in deinem Kopf richtest, desto schneller wird es Realität.
  • Häufigkeit: Je häufiger du dein Bild deines angestrebten Ziels, deines neuen Denkens und Handelns visualisierst, desto schneller wird dein machtvolles Unterbewusstsein darauf programmiert.

 

4. Eine beeindruckende Studie

Im Jahr 1996 führte Dr. Biasiotto an der Universität in Chicago eine Studie zum Thema Visualisierung durch.

Er teilte Basketballspieler nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen ein:

  1. Die erste Gruppe trainierte wöchentlich 30 Minuten Freiwürfe.
  2. Gruppe zwei kam in die Halle und stellte sich 30 Minuten nur das erfolgreiche Werfen vor.
  3. Die dritte Gruppe trainierte gar nicht und durfte auch nicht in der Freizeit Basketball spielen.

Die ganze Studie wurde 30 Tage lang durchgeführt und erbrachte folgendes Ergebnis:

Die dritte, nicht trainierende Gruppe zeigte keine Verbesserung, was zu erwarten war. Die erste, werfende Gruppe, konnte sich um 24% steigern. Die zweite Gruppe, die nur visualisierte, verbesserte sich um 23%. Fast exakt den Wert, den die werfende Gruppe schaffte.

Folgendes habe ich frei nach Dr. Biasiotto übersetzt:

Warum visualisierst du nicht deinen Erfolg vor jeder Aktivität? Es ist dein Leben.

Visualisiere dich als erfolgreiche Person, verbringe ein paar Minuten jeden Tag mit der Visualisierung und programmiere dein Unterbewusstsein auf Erfolg.

Das wird deinen Fokus und deine Konzentration schärfen sowie deine Willenskraft verbessern.

Eine Studie über den Kraftzuwachs kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Kraftsportler mit Training und Visualisierung machten die größten Fortschritte, gefolgt von der Gruppe der Kraftsportler und am Ende die ohne Training.

5. Visualisierung: Meine eigene Erfahrung.

Ich beobachtete 2009 einen Freund von mir, der an einem Ironman- Wettbewerb teilnahm. Meine eigene Vorstellung der Athleten war einfach nur krass. Es müssen Maschinen sein.

Am Ende des Wettkampfs zog mich ein weiterer Freund beiseite und sagte:” Das schaffen wir auch”. Wir meldeten uns am nächsten Tag für den Wettkampf ein Jahr später an und ich trainierte bereits Triathlon seit 2007, aber so etwas Krasses.

Ich bastelte mir meinen Trainingsplan zurecht und los ging es mit vollem Elan und Power. Mein Fokus lag auf dem körperlichen Training. Das Pensum ab Januar belief sich auf ca. 10-12 Trainingsstunden, ohne Regenerationzeiten. Nach kurzer Zeit fielen mir Bücher zum Thema Mindset, Gewohnheiten und mentalem Training im Sport in die Hand.

Meine Visualisierung

Ich verschlang sie und begann zu visualisieren und sah mich, wie ich durch das Ziel lief, an der einen Hand unser Sohn, an der anderen Hand meine Frau. Hörte die Menschenmenge jubeln, während der Sprecher im Ziel rief: “You are an Ironman!” Gänsehaut, Glücksmomente und Stolz, alles sog ich auf.

Das reine sportliche Training lief gut und ich stellte nie mein Finish in Frage. Aufgeben schien keine Option. Das Visualisieren trug erste Früchte, außerdem bastelte ich mir ein Vision- Bord und schaute jeden Morgen auf mein Ziel, während ich den Zieleinlauf mit allen Sinnen aufnahm..

Ein Jahr später geschah genau das und ich lief mit Familie durchs Ziel….

 

6. Fazit

  • Da dein Unterbewusstsein auf Bilder und Emotionen reagiert, ist das Visualisieren ein geniales Tool, um deinen Fokus auf das zu richten, was du willst.
  • Viele erfolgreiche Menschen haben visualisiert und sich damit auf Erfolg programmiert.
  • Du benötigst klare mentale Bilder von der Person und dem Ergebnis, das du erreichen möchtest.
  • Du brauchst Ausdauer und Hartnäckigkeit, da das Visualisieren Training und Zeit braucht.

 

Quellen:

Oliver Kahn: Ich. Erfolg kommt von innen. München, 2008

Schwarzenegger/ Petre, Peter: Total Recall Die wahre Geschichte meines Lebens. Hamburg, 2012

Zitelmann: Setze dir größere Ziele. Die Geheimnisse erfolgreicher Persönlichkeiten. München, 2014

 

Written by StefTom