Konzentration bei der Arbeit: 5 wertvolle Tipps

Konzentration bei der Arbeit

Konzentration bei der Arbeit

Konzentration bei der Arbeit: Wir geben dir heute 5 Tipps mit auf den Weg um deine Konzentration bei der Arbeit zu verbessern.

Kennst du das auch? Du sitzt am Arbeitsplatz und dein Chef hat dir eine Aufgabe gegeben, die du schnell und mit vollem Fokus bearbeiten musst. Aber irgendwie stellt sich dein Fokus nicht scharf. Was ist los? Welchen Ablenkungen bist du unterlegen? Was ist los bei dir?

Laut Dr. Jan Höpker ist eine Ablenkung “ein Reiz oder Gedanke, der in dein Bewusstsein eindringt und dich davon abhält, deinem Ziel näher zu kommen, indem er deine Aufmerksamkeit von deinem Ziel ablöst und auf sich zieht.” (Höpker, Erfolg durch Fokus & Konzentration, S. 114)

Wir schauen heute auf die möglichen Ablenkungen und Fehler und zeigen dir, wie du mehr Konzentration  am Arbeitsplatz erhältst.

Tipp #1 für mehr Konzentration bei der Arbeit: Kein Smartphone

Laut Statista schauen ca. 740.000 Personen je Sekunde am Arbeitsplatz auf das Handy. Lass dir diese Zahl bitte mal auf der Zunge zergehen. Neben dem Schaden für den Betrieb und die Volkswirtschaft, schadet dieser Blick aber total deinem Fokus.

 

60 Sekunden in deutschen Büros

Fokos am Arbeitsplatz- 60 Sekunden in deutschen Büros.

https://de.statista.com/infografik/3885/60-sekunden-in-deutschen-bueros/

 

Um wirklich fokussiert sein zu können, solltest du dein Smartphone am Arbeitsplatz ausschalten. Denn, sei ehrlich, wie oft schaust du selbst nach, ob du eine What’s App erhalten hast? Gibt es einen interessanten Post bei Facebook? Wer hat bei Instagram etwas gepostet? Auch Push- Benachrichtigungen gehören in diese Kategorie.

Diese eingehenden Reize sind Gift für deine Konzentration und deinen Fokus, denn sie stören deinen Denkprozess. Wenn du aus diesem Prozess raus bist, dauert es bis zu acht Minuten, bis du wieder deine volle Konzentration erreicht hast.

Auch dein PC am Arbeitsplatz gehört zu diesen Ablenkungen. Es werden sekündlich ca. 13.000€ beim Shoppen bei Amazon am Arbeitsplatz ausgegeben. Schnell wird nach den neusten Rezepten gegoogelt oder nach Fußballnachrichten.

Also schalte dein Smartphone aus, benutze keine Push- Benachrichtigungen für deine e- Mails und, wenn möglich, gehe auch offline an deinem PC. Dein Fokus und somit deine Arbeitsergebnisse werden es dir danken.

 

Tipp #2 für mehr Konzentration bei der Arbeit: Kein Multitasking

“Ich will nichts verpassen und mehr schaffen, deshalb betreibe ich Multitasking”. Wenn du so handelst, dann bist du einer Illusion erlegen. Es klingt gut und reizvoll, weil wir glauben, damit wertvolle Zeit zu sparen. Aber da bist du auf dem Holzweg.

Multitasking ist eine Wortschöpfung aus der Computerwelt. Mit diesem Wort wird die Fähigkeit eines Betriebssystems beschrieben, mehrere Aufgaben (task) parallel auszuführen. Seit einiger Zeit wird dieses Wort nun für uns Menschen benutzt, es wird dann von guten oder eher schlechten Multitasking- Fähigkeiten gesprochen. Es wurde lange Zeit davon ausgegangen, dass derjenige, der nicht multitaskingfähig ist, keinen Erfolg haben wird. Ein Irrtum, denn heute wissen wir durch zahlreiche Studien, dass wir schneller ans Ziel kommen, wenn wir eine Aufgabe nach der anderen mit hoher Konzentration und scharfem Fokus abarbeiten.

Zwei verschiedene Arten von Multitasking- Aufgaben

Laut Dr. Jan Höpker, der das Buch “Erfolg durch Fokus und Konzentration” geschrieben hat, gibt es zwei Arten von Tätigkeiten, die in diesem Zusammenhang zu betrachten sind:

  • Mechanische Aufgaben, wie zum Beispiel das Laufen, Gehen oder auch Radfahren. Nach einiger Zeit können wir diese Tätigkeiten ausführen, ohne dass das Bewusstsein daran beteiligt ist. Du musst zum Glück nicht darüber nachdenken, wie das Gehen funktioniert, denn dann wäre unser Gehirn völlig überfordert.
  • Die zweite Art von Tätigkeiten ist diejenige, die einen bewussten und mit Konzentration ausgeführten Denkprozess verlangt. So erklärt zum Beispiel H. Beck (Neurobiologe und Autor) das Wort Task in der Neurowissenschaft als Aufgabe, die immer einen Aufmerksamkeitsprozess erfordert. Dabei muss aktiv und mit Konzentration über jeden Step nachgedacht werden.

Im letztgenannten Fall müssen nun bestimmte Teile des Großhirns eingeschaltet werden. Die anspruchsvollen Aufgaben gleichzeitig auszuführen ist uns nicht möglich, so Beck, “Multitasking ist schon anatomisch für das Gehirn ein Ding der Unmöglichkeit.”

Und genau dieser Vorgang passiert im richtigen Leben und auf der Arbeitsstelle ständig. Jede dieser Störungen reißt uns aus deinem Fokus und zwingt unser Gehirn dazu, sich permanent wieder auf die unterbrochene Aufgabe einzuschießen.

 

Tipp #3 für mehr Konzentration bei der Arbeit: Schlaf ist wichtig

Wir haben in unserem Artikel “Schlafen und Konzentration” das Problem des Schlafmangels komplett beleuchtet, aber Schlafmangel ist auch für die Konzentration am Arbeitsplatz ein Problem.

Gehörst du auch zu dem Personenkreis, die in stressigen und arbeitsreichen Phasen ihren Schlaf vernachlässigen. Verfährst du auch nach dem Motto: Die Zeit, die ich beim Schlaf einspare, kann ich in die Arbeit oder das Lernen investieren.

Richtig? Falsch!

Durch einen permanenten Mangel an gutem und ausreichendem Schlaf erhöht sich die Fehlerquote bei vielen deiner ausgeführten Tätigkeiten. Die Folge ist, dass du das Ergebnis deiner Tätigkeit kontrollieren, die Fehler finden und verbessern musst. Letztlich investierst du mehr Energie und Zeit.

Achte nicht nur auf eine ausreichende Menge an Schlaf, sondern auch auf die Qualität. Die Qualität bemisst sich überwiegend an der Länge der Tiefschlafphasen. Die American Academy of Sleep Medicine empfiehlt seit 2016 ein Mindestquantum von sieben Stunden Schlaf.

Neben diesen oben erwähnten Nachteilen eines Schlafmangels, treten zusätzlich noch gesundheitliche Probleme auf. Letztlich geht es im Leben auch um die Gesundheit. Denn: Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke hat nur einen Wunsch. Der weiß, worum es geht.

 

Tipp #4 für mehr Konzentration bei der Arbeit: Achte auf deine Ernährung

“Du bist, was du isst”, oder noch treffender “ein voller Bauch studiert nicht gerne.” Kennst du sie nicht auch, diese Sprüche? Und es ist so viel Wahres in ihnen verborgen.

Ein voller Bauch verträgt weder körperliche noch geistige Arbeit. Hast du diese Erfahrung machen dürfen?

Denn für deinen Körper ist das Verdauen von schwerer und auch von viel Nahrung ein wahrer Kraftakt. Damit du deine Nahrung gut verdauen kannst, stellen sich die Blutgefäße im Verdauungstrakt weit. Der Sinn ist klar: Mehr Blut und Energie fließen in diesen Bereich, so dass die Verdauung besser ablaufen kann. Das bedeutet aber im Umkehrschluss, dass das Blut zum Teil aus anderen Regionen abgezogen wird, so auch aus den Muskeln und dem Gehirn.

Um gar nicht auf dumme Gedanken zu kommen und dich körperlich anzustrengen, reagiert der ganze Organismus mit einer großen Trägheit.  Dein Fokus wird schwächer, deine Konzentration leidet.

Deshalb schaue dir mal die folgende Tabelle an:

Brainfood

Fokus am Arbeitsplatz- die richtige Nahrung wählen

Quelle: Schwinghammer, H. (1997) Essen, das intelligent macht: Mit der richtigen Ernährung zu geistiger Höchstleistung. Weltbild Verlag, Ulm.

Diese Tabelle gibt dir einen Leitfaden für eine Ernährung, die deinem Gehirn und deiner geistigen Leistungsfähigkeit hilft.

https://www.brain-effect.com/magazin/brainfood-power-ernaehrung-gehirn

 

Tipp #5 für mehr Konzentration bei der Arbeit: Nicht prokrastinieren

Es gibt ein tolles Buch, in dem das Thema Prokrastination oder Aufschieberitis sehr schön geschildert und aufgelöst wird. “Küss den Frosch” von Brian Tracy. Der Titel hat nichts mit dem wirklichen Küssen eines Frosches zu tun, sondern steht sinnbildlich für eine schwierige Aufgabe gleich am Morgen.

Vielleicht ist es das unangenehme Telefonat mit einem Kunden, dem du mitteilen musst, dass der Vertrag doch nicht zustande kommt. Es könnte das Gespräch mit dem Vorgesetzten sein, das du nicht gerne führen möchtest oder eine andere äußerst unangenehme Aufgabe die zu erledigen ist.

Letztlich geht es um alle Aufgaben, vor denen du dich lieber drücken oder sie verschieben würdest.

Vorsicht! Falle.

Besser ist es, die unangenehmste Aufgabe gleich am Morgen als erstes zu bewältigen, also den Frosch zu küssen. Dann kann es im Laufe des Tages nicht mehr schlechter oder schwieriger werden. Richtig, oder?

Unangenehmes oder Schwieriges zuerst erledigen

Du kennst es sicherlich: Unangenehme Dinge und schwierige Aufgaben werden auf des Teufels liebstes Möbelstück geschoben, auf die lange Bank. Eher erledigst du Nebensächlichkeiten und Dinge, die viel mehr Spaß machen. Dieses Arbeitsvorgehen entwickelt sich zu einem Bumerang.

Wahrscheinlich bist du komplett beschäftigt mit deinen Ersatzaufgaben. Für eine gewisse Zeit mag das funktionieren, aber negative Auswirkungen stehen vor der Tür. Der Berg an Aufgaben wird größer, der Zeitdruck nimmt zu, da du Zeit verschwendet hast. Deine Motivation, jetzt noch alles anzupacken, sinkt gen Nullpunkt. Dein Fokus verschwindet immer mehr.

Fazit:

  • Mit dem Bewusstsein, dass das Smartphone und der PC Fokuskiller sind, kannst du durch das Ausschalten beider deinen Fokus auf einfache Art und Weise schärfen.
  • Multitasking ist eine Illusion und eine Fehlerquelle. Es kostet Zeit und Energie. Lass es!
  • Zu wenig Schlaf ist ein Fokuskiller. Mache Schlaf zu einer hohen Priorität.
  • Achte auf eine gesunde Ernährung, die deinen Körper mit wertvollen Nahrungsmitteln versorgt. Wie du alte Ernährungsgewohnheiten beseitigen kannst, findest du in unserem Artikel zu “Gewohnheiten”.
  • Betreibe keine Prokrastination. Aufschieben schadet deinem Fokus und deiner Motivation.

 

Quellen:

https://www.brain-effect.com/magazin/brainfood-power-ernaehrung-gehirn

Quelle: Schwinghammer, H. (1997) Essen, das intelligent macht: Mit der richtigen Ernährung zu geistiger Höchstleistung. Weltbild Verlag, Ulm.

https://de.statista.com/infografik/3885/60-sekunden-in-deutschen-bueros/

“Küss den Frosch” von Brian Tracy

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“Erfolg durch Fokus & Konzentration”, von Dr. Jan Höpker

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Written by StefTom