Gewohnheiten für einen starken Fokus

Jeder von uns hat Gewohnheiten/ Habits und trifft Entscheidungen im Leben, die im Unterbewusstsein ablaufen. Das Hinterhältige dabei ist, dass wir es Tag für Tag tun und unser Gehirn nicht zwischen guten und schlechten Gewohnheiten unterscheiden kann (Ann Graybiel, Wissenschaftlerin am Massachusetts Institute of Technology). Somit fällen wir Entscheidungen, die unserem Glück, Erfolg und unserem Fokus im Weg stehen, ohne dass wir uns dessen bewusst sind.

Wenn du mehr über die Macht des Unterbewusstseins und den Einfluss auf deinen Fokus wissen willst, lies diesen Artikel:

Gewohnheiten beeinflussen deinen Fokus

 

Damit du bewusster deinem Weg, Erfolg und deinem Fokus folgen kannst, beschäftigen wir uns mit dem Thema Gewohnheiten. Schaue genau hin, welche Routinen du hast und welche dir helfen können.

In diesem Artikel findest du folgende Punkte:

  1. Gestalte deine eigene Lebensmission
  2. Keine Elektronik vor dem Einschlafen
  3. Gewohnheiten am Morgen
  4. Kraft, Ausdauer und Flexibilität: körperliche Balance
  5. Autogenes Training/ Meditation als gute Gewohnheiten

 

1. Gestalte deine eigene Lebensmission:

  • Was möchte ich werden?
  • Wie möchte ich das erreichen?
  • Wofür möchte ich stehen (Werte, Prinzipien etc.)?
  • Wer sind meine Vorbilder?
  • Was ist der Zeithorizont?

Die oben aufgeführten Fragen sind lediglich ein paar Ideen, die die Formulierung der eigenen Lebensmission unterstützen sollen. Denn jeder hat eine absolut individuelle Vorstellung von seinem Leben.

Diese Lebensmission schreibst du dir im Optimalfall auf. Beispielsweise in den eigenen Tagesplaner oder das Handy, um sie sich jeden Tag (mehrmals) durchlesen zu können.

Eine Lebensmission muss auch auf keinen Fall eine fixe Schrift sein, die sich nicht mehr verändern darf. Im Gegenteil, sie sollte stetig gepflegt und erweitert werden. Denn jeder Mensch wird in seinem Leben mit unvorhersehbaren Umständen konfrontiert, die eine Modifizierung der schriftlichen Lebensmission verlangen.

Die Lebensmission muss sich zudem nicht auf eine einzelne Person reduzieren. Solch ein Schriftstück kann auch von einer Familie/Paar formuliert, gepflegt und gelebt werden.

Der große Vorteil solch einer schriftlich formulierten Planung/Vorstellung ist, dass man sie sich stetig vor Augen führen und einprägen kann. Ich nutze beispielsweise Autogenes Training, um mir meine Lebensmission „einzuprogrammieren“. Wenn du es schaffst, deine Träume, Ziele, Prinzipien etc. im Unterbewusstsein zu verankern, arbeitest du automatisch mit wesentlich mehr Konzentration, einem schärferen Fokus und somit effizienter, da du der eigenen Arbeit von Anfang an einen tieferen Sinn verleihst.

Das Gefühl, für ein bestimmtes Ziel mit einem spezifischen Sinn zu arbeiten verleiht dir einen ganz anderen Fokus-Grad, als jemand der nur von Tag-zu-Tag lebt. Du wirst von selbst ambitionierter, zufriedener und letztendlich erfolgreicher. Kurz: Eine Lebensmission verleiht dem eigenen Leben Sinn. Und wer den Sinn des eigenen Lebens kennt, arbeitet mit einem viel höheren Fokus.

2. Keine Elektronik vor dem Einschlafen

Eine Stunde vor dem Einschlafen schalte ich alle elektronischen Dinge aus bzw. lege sie weg.

Es ist wissenschaftlich x-fach bewiesen, welch schädliche Wirkung der Konsum elektrischer Medien vor dem Einschlafen auf die Schlafqualität hat. Zu dieser Thematik gibt es zahlreiche Studien. Auch der deutsche Autor, Psychiater und Hochschullehrer Manfred Spitzer, hat in seinen exzellenten Büchern die negativen Effekte digitaler Medien auf unsere Konzentrations-/Leistungsfähigkeit sowie allgemeine Lebensqualität sehr detailliert beschrieben.

Vor dem Einschlafen beschäftige ich mich stattdessen z.B. mit folgenden Dingen:

  • Planung der Woche/des nächsten Tages
  • Autogenem Training
  • Lesen
  • Dehnen
  • Lesen/bearbeiten der eigenen Lebensmission

Diese Gewohnheit hat einen absolut positiven Einfluss auf meine Schlafqualität und damit ebenso auf meine mentale Verfassung. Dinge/Themen, die du dir vor dem Einschlafen noch einmal anschaust, bewusst machst oder vornimmst, werden über Nacht besonders aktiv vom Gehirn verarbeitet.

3. Gewohnheiten am Morgen

Das Erstellen einer Morgenroutine ist ein höchst individueller und persönlicher Prozess. Aus meiner Sicht ist eine Morgenroutine jedoch absolut unerlässlich, um mit der richtigen Einstellung sowie den richtigen Zielen und Prioritäten in den Tag zu starten.

Meine Morgenroutine sieht beispielsweise aus den fünf folgenden Schritten:

  • Duschen, Waschen etc.
  • Dehnen 10-15 min
  • 5 min Autogenes Training
  • Essen
  • eigene Ziele/Prioritäten/Prinzipien vor Augen rufen (Lebensmission lesen, siehe Abschnitt 1.)

Je positiver, produktiver und strukturierter mein Morgen verläuft, desto erfolgreicher sowie erfüllender wird in der Regel der Rest meines Tags. Das Fundament für einen starken Fokus, um alle anstehenden Aufgaben & Herausforderungen zu meistern, lege ich gern an den Anfang des Tags. Wie schaut es bei euch aus?

Zu diesem Thema erscheint noch ein separater Artikel, denn sehr viele erfolgreiche und extrem fokussierte Personen legen besonders auf eine gute Morgenroutine wert.

 

4. Kraft, Ausdauer und Flexibilität: körperliche Balance

„In einem gesunden Körper, wohnt ein gesunder Geist.“

Jeder kennt diese Redewendung und sie beinhaltet meiner Ansicht nach viel Wahres.

Ohne das Gefühl, dass ich mich fit fühle, bin ich deutlich weniger fokussiert und leistungsfähiger. Dieser Effekt wird insbesondere durch zeitlich längere Perioden verstärkt, in denen du deinen Körper nicht forderst.

Mittlerweile habe ich für mich außerdem bemerkt, dass diese körperliche Stabilität aus drei Kernkomponenten besteht, die auf jeden Fall gleichmäßig trainiert werden sollten:

  1. Kraft
  2. Ausdauer
  3. Flexibilität
Gewohnheiten- Ausdauer

Gewohnheiten- Ausdauer

Ich musste mir seit ein paar Jahren eingestehen, dass es nicht reicht lediglich viel Kraft und Ausdauer zu haben. Die Flexibilität ist meiner Meinung nach mindestens genau so wichtig wie die anderen beiden Faktoren. Auch hier ist wissenschaftlich bewiesen, dass diese drei Komponenten in Wechselwirkungen stehen. Nimmt eine überproportional zu, leidet meistens mindestens eine andere. Man denke beispielsweise an das Verhältnis Kraft-Flexibilität. Jeder Bodybuilder wird dies wahrscheinlich bestätigen.

Fakt ist, je wohler du dich in deinem eigenen Körper fühlst, desto höher deine Leistungsstärke, dein Fokus und deine Konzentration, um deinen Alltag zu bewältigen.

5. Autogenes Training/ Meditation als gute Gewohnheiten

Das Autogene Training (AGT) ist grundsätzliche ein Entspannungsverfahren, welches du so ziemlich überall und zu jeder Uhrzeit praktizieren kannst. Es ist ein mentales Training, das auf spezifischen mental-körperlichen Übungen beruht und theoretisch von jeder Person erlernt werden kann. Es geht darum, zu lernen, wie du deinen eigenen Körper und dessen Funktionen regulieren und durch bestimmte Techniken positiv beeinflussen kannst.

Zudem können durch das AGT bestimmte psychische Vorstellungen, Ziele, Visionen etc. in das eigene Unterbewusstsein verankert werden. Damit ist es eine außerordentlich starke „Waffe“ den persönlichen Fokus, beispielsweise im Alltag, auf ein bestimmtes Ziel zu lenken.

Die Praktizierung von Autogenen AGT hat mich mental einerseits deutlich entspannter und andererseits wesentlich fokussierter werden lassen. Du kannst über AGT die für dich persönlich wesentlichen Dinge und Thematiken sehr gut in den Vordergrund rücken und die unrelevanten ausblenden. Eine absolut mächtige Technik, um den eigenen Fokus zu maximieren.

Fazit:

  • Dein Gehirn kann nicht zwischen guten und schlechten Gewohnheiten unterscheiden.
  • Gewohnheiten sind wichtig für einen starken Fokus, Konzentration und Leistungsstärke.
  • Eine gute Morgenroutine bringt dich gut durch den Tag.
  • Alle Ideen sind individuell. Du solltest ausprobieren, welche für dich, deine Leistungsstärke, deinen Fokus und deine Konzentration hilfreich sind. Wenn du die für dich passenden Ideen gefunden hast, mache Gewohnheiten daraus.
Written by StefTom