The One Thing- Buchreview

The One Thing

The One Thing

In dem Buch “The One Thing” von Gary Keller und Jay Papasan geht es um das spannende Thema Zeit- und Selbstmanagement, sowie Produktivität.

Sie haben sich mit der Frage auseinandergesetzt, warum einige erfolgreiche Personen in der gleichen Zeit wie andere viel mehr erledigen und schaffen.

Das Buch stellt ein Plädoyer für die Fokussierung und Reduzierung auf das Wesentliche dar. Es soll den Leser in seiner Produktivität auf ein neues Level heben.

Was du heute mitnehmen kannst:

  1. Gary Keller
  2. The One Thing
  3. Irrtum # 1 bis Irrtum #6
  4. Kellers Weg zur Produktivität
  5. Fazit

 

1. Gary Keller

Keller, geboren 1957, ist ein amerikanischer Investor, Unternehmer und erfolgreicher Autor.

Als Keller seine Karriere als Unternehmer begann, war er noch der festen Überzeugung, dass ein Arbeiten an mehreren Zielen gleichzeitig mit einem enormen Zeitaufwand und Überstunden zum Erfolg führt. Letztlich wurde er krank.

Aber gerade durch diese Auszeit wurde er erfolgreich. Er hat seine Meinung revidiert und stellt diese nun in seinem Buch dem Leser dar.

 

2. The One Thing:

Dauerhafter Erfolg entsteht nicht durch das Arbeiten an mehreren Zielen gleichzeitig, auch nicht durch einen übermäßigen Zeitaufwand oder Mehrarbeit. Erfolg entsteht durch Fokus auf die wesentlichen Dinge, die du sehr gut machst.

Wie in allen Bereichen des Lebens musst du aber, bevor du seine Strategie übernehmen kannst, alten Strategien loslassen und Raum für Neues schaffen.

Deshalb erklärt er dir gleich zu Beginn Erfolgsirrtümer, die du für dich loslassen musst.


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3. The One Thing-Irrtum # 1: Alle Aufgaben sind gleich wichtig.

Streiche To-Do- Listen aus deinem Repertoire. Erfolgreiche Menschen lassen sich nicht von diesen Listen blenden, in dem sie glauben, sie würden viel schaffen. Sie befassen sich nur mit der 1a Priorität, die sie für sich festgelegt haben und gleichzeitig gut können.

Sei produktiv und effizient, aber nicht beschäftigt.

 

3. The One Thing-Irrtum # 2: Für Erfolg benötigst du Multitasking.

Multitasking ist ein Irrglaube. Es funktioniert nicht, denn es verhindert Erfolg.

Du wechselst nur zwischen den verschiedenen Aufgaben hin und her. Du wirst langsamer in der Tätigkeit, da du zwischen jedem Wechsel Zeit verlierst, du machst mehr Fehler und dein Fokus ist nie auf eine Aufgabe gerichtet.

Letztlich fühlst du dich gestresst und das führt nur zu mehr Fehlern.

Einen kompletten Artikel zu diesem Thema findest du hier:

https://erfolg-fokus.de/warum-multitasking-deiner-konzentration-schadet/

 

3. The One Thing-Irrtum # 3: Erfolgreiche Menschen benötigen jede Menge Disziplin.

Wenn du dich immer in Selbstdisziplin drängen musst, gegen andere Ziele ankämpfen musst, wird es auf Dauer sehr ermüdend und du hältst es nicht durch.

Du benötigst stattdessen Gewohnheiten. Sie sind zu Beginn anstrengend, aber nach einer gewissen Zeit brauchst du dafür keine Disziplin und Willenskraft mehr.

 

3. The One Thing-Irrtum # 4: Willenskraft steht immer zur Verfügung.

Wer auf Dauer erfolgreich sein möchte, benötigt Willenskraft. Das ist Fakt. Nur ist sie nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit im gleichen Maße verfügbar, sie unterliegt Schwankungen.

  • Morgens ist sie stärker als abends (da hast du tagsüber schon viel davon verbraucht)
  • Bei einem niedrigen Blutzuckerspiegel ist sie schwächer als bei einem normalen Spiegel.
  • Sie ist trainierbar wie ein Muskel, wird bei starkem Gebrauch schwächer und regeneriert sich über Nacht.

Wichtige Aufgaben, die viel Willenskraft benötigen, erledigst du also am besten morgens. Verfahre nach dem Motto: “Eat that Frog” (Buch von Brian Tracy). Wenn du die schwierigste Aufgabe am Morgen erledigst, kannst nichts Problematischeres mehr kommen.

 

3. The One Thing-Irrtum # 5: Für den Erfolg benötigst du eine gute Work- Life- Balance.

Das Ziel der Work-Life- Balance besteht darin, für alle Bereiche des Lebens ausreichend Zeit zu haben. Wenn du deinen Fokus auf eine Sache legst, wird die andere Seite natürlich zu kurz kommen.

Sein Tipp lautet, das Privatleben in eine bessere Balance zu bekommen, aber nicht Privatleben- und Berufsleben auszutarieren.

Er hat ein schönes Bild dafür: Stelle dir vor, du jonglierst mit 5 verschiedenen Bällen, dem Arbeitsball, dem Familien,- Gesundheits,- Beziehungs und Rechtschaffenheitsball. Nur der Arbeitsball ist ein Flummi, der beim Fallen auf den Boden wieder hochspringt. Alle anderen Bälle gehen davon kaputt. Achte ganz besonders auf sie.

 

3. The One Thing-Irrtum # 6: Große Ziele sind nicht gut.

Dein persönliches Wachstum, deine Motivation und Leidenschaft hängt von der Größe deiner Ziele ab. Deshalb sagt Keller, dass große Ziele besser als kleine sind. Nur mit wirklich großen Zielen schöpfst du dein komplettes Potential aus.

Ziele erreichst du durch Taten, diesen geht das Denken voraus. Wer große Ziele verfolgt, benötigt ein großes Denken. Ein anderes Denken.

Sein Rat ist einfach: Lies die Biografien von den Personen, die dort sind, wo du hinmöchtest. Oder nimm persönlichen Kontakt auf.

 

4. Kellers Weg zur Produktivität

4.1. Dominoeffekt

Jeder Dominostein steht sinnbildlich für eine kleine Menge Energie, die zur Verfügung ist. Je mehr Steine aufgestellt sind, desto größer die Energie, die letztlich zur Verfügung steht.

Wenn du nun genügend Steine aufgestellt hast, bist du in der Lage, mit einer kleinen Bewegung eine Kettenreaktion loszutreten. Bedeutet, wird ein einziger, richtiger Stein in Bewegung versetzt, kann viel Energie entstehen und neue Dinge entstehen lassen.

Erfolg baut auf Erfolg auf.

4.2. Die 10.000 Stunden- Regel

Malcom Gladwell hat die 10.000 Stunden- Regel berühmt gemacht, die auf Ergebnissen des Forschers K.A. Anders basieren.

Diese Regel hat Keller in seine Strategie übernommen. Sie besagt:

Überragende Fähigkeiten in einem Bereich sind immer das Ergebnis intensiven Übens. Erfolgreiche Profisportler, Musiker, die besten Investoren haben mindestens 10.000 Stunden intensiv geübt, bevor sie so erfolgreich wurden. Talent wird gnadenlos überschätzt.

 

4.3. Fragen, um den Fokus zu schärfen

“What is he One Thing I can do such that by doing it everything else will be easier or unnecessary?” (Welche eine Sache kann ich jetzt tun, damit alles in Zukunft einfacher oder unnötig wird?)

Diese Frage benutzt Keller immer wieder. Es ist seine Frage, um den Fokus zu schärfen und auf das Wesentliche zu richten. Denn gute Fragen zu haben und zu stellen, ist seines Erachtens wichtiger, als gute Antworten zu haben.

Er sieht diesen Sachverhalt in der Tatsache begründet, dass sehr gute Antworten oft von selbst entstehen, wenn eine wirklich gute Frage gestellt wird.

 

4.4.Die Produktivität folgt dem Grund und der Priorität

Laut Keller musst du zuerst den Grund finden, warum du das tust, was du tust. Warum verfolgst du gerade dein Ziel? Dieses Ziel muss für dich bedeutsam sein. Daraus ergeben sich dann die Prioritäten, die du benötigst, um einen Fokus zu erhalten.

Aus den Prioritäten ergibt sich dann der Profit. Deshalb:

  • Blockiere Zeit für deine Freizeit (hier holst du dir die notwendige Energie).
  • Habe Zeit für dein DING.
  • Blockiere Zeit für deine Planung (überprüfe deine Ziele und Schritte).
  • Denn wer versagt zu planen, plant das Versagen.

Ohne den notwendigen Spaß an der Arbeit kommst du seines Erachtens nicht weit.

 

4.5. Achte auf dein Umfeld.

Die Menschen, die sich in deinem Umfeld befinden, sind wahrscheinlich wichtiger, als du dir vorstellen kannst. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich die Haltung der Menschen, mit denen du arbeitest und mit denen du dich privat umgibst, auf deine Haltung abfärbt.

Haltung ist ansteckend. Auch wenn du dich für stark hältst, niemand kann sich negativen Einflüssen dauerhaft entziehen. Es ist somit unabdingbar, dass du dich mit den richtigen Personen umgibst. Während negative Menschen alles tun werden, um dich unten zu halten, werden positive Menschen alles tun, um dich anzuspornen.

Wenn du dich mit erfolgsorientierten Menschen umgibst, erlebst du etwas, dass Forscher Aufwärts- oder Erfolgsspirale nennen. Niemand wird komplett alleine erfolgreich, aber auch niemand scheitert alleine.

Keller ist ebenfalls der festen Überzeugung, dass auch deine physische Umgebung einen großen Einfluss auf dich hat. Wenn deine Umgebung voller Ablenkungen ist, wirst du dich dabei entdecken, dass du Dinge tust, die deinen Fokus verwässern.

G. Keller benutzt dafür ein schönes Bild: Es ist so, als würdest du einen Gang entlangwandern, der voller Süßigkeiten ist, aber du willst gerade abnehmen.

 

5. Fazit:

 

    1. Trenne dich von den Irrtümern des Erfolgs und schaffe Platz für neues Wissen und Verhaltensweisen. Lasse Altes los.
    2. Solange du an Altlasten klammerst, wirst du nicht erfolgreich.
    3. Probiere seine Strategien für eine Zeit aus. Uns haben besonders die Ideen: 4.3. und 4.5. überzeugt. Besonders das Thema Umfeld ist entscheidend für deinen Erfolg.


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Quellen:

Gary Keller, Jay Papasan: The One Thing, 2017 Redline Verlag

Written by StefTom